unsere Ehrenschlaraffen

 

 

 

Schlaraffen- Name profaner Name Kurzbiografien

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Lämpchen der Glühende Johann Martin Usteri Johann Martin Usteri (*14. Februar 1763 in Zürich; † 29. Juli 1827 in Rapperswil) war ein Dichter, Maler und Zeichner. Ihm  gelangen seine Erzählungen und Idylle in der Mundart seiner Heimat, als deren vorzüglichste das Gedicht Der Vikari gelten muss. Dagegen erheben sich seine hochdeutschen Dichtungen selten über das Gewöhnliche. Sein Text zur bekannten Melodie "Freut euch des Lebens" wurde zum Volkslied. Seine hinterlassenen Dichtungen in Versen und Prosa gab David Hess (Berlin 1831, 3 Bände, 3. Aufl., Leipzig 1877) heraus. Aus seinem Nachlass wurde die Novelle "Liebesabenteuer eines Zürichers vom glückhaften Schiff" auf dem Freischiessen zu Strassburg (Halle 1877) veröffentlicht. Man hat von ihm auch eine grosse Anzahl von Zeichnungen (historische Bilder, Idylle und Humoresken), in zarten Umrissen miniaturartig ausgeführt. Der Nachlass von J.M. Usteri mit Briefen, Materialien zum Werk, Agenda und Notizen befindet sich in der Handschriftenabteilung der Zentralbibliothek Zürich.

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Don Ranudo von Selisberg Othmar Schöck Schoeck wurde 1. September 1886 in Brunnen geboren, verbrachte aber sein ganzes Leben in Zürich. Seine musikalische Bildung erwarb er zunächst am Konservatorium Zürich bei Friedrich Hegar und Lothar Kempter. 1907/08 besuchte er die Meisterklasse für Komposition bei Max Reger in Leipzig. Seit 1908 betreute er mehrere Chöre in Zürich und leitete von 1917–1944 die Symphoniekonzerte in St. Gallen. Nach seiner Rückkehr aus Leipzig schuf er sich in der Schweiz mit seinen Liedern und Chorwerken rasch einen Namen als Komponist. Seine acht Bühnenwerke sowie seine bedeutenden Liederzyklen haben ihn von den 1920er Jahren an im gesamten deutschsprachigen Raum und darüber hinaus bekannt gemacht. Während Schoeck noch in engem Austausch mit der damaligen Avantgarde stand, orientierte er sich in den 1930er Jahren wieder mehr an klassizistischen Tendenzen, um nach dem Zweiten Weltkrieg in seinem Spätwerk zu einer Verinnerlichung und Verdichtung der musikalischen Sprache zu gelangen. Schoeck ist einer der bedeutendsten Schweizer Liedkomponisten des 20. Jahrhunderts. Schöck verstarb am 8. März 1957 in Zürich.

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Jürg Jenatsch Conrad Ferdinand Meyer Conrad Ferdinand Meyer (* 11. Oktober 1825 in Zürich; † 28. November 1898 in Kilchberg bei Zürich) war ein Dichter des Realismus, der Novellen, Romane und lyrische Gedichte geschaffen hat. Er wurde in eine Zürcher Patrizierfamilie hineingeboren. Mit 15 Jahren verlor er seinen Vater. Er hatte ein äußerst schwieriges Verhältnis zu seiner psychisch belasteten Mutter. Einige Jahre seiner Jugend verlebte er in Lausanne, wo er so gut Französisch lernte. Noch bevor er zwanzig war, kam er erstmals wegen schwerer Depression in eine Nervenklinik. 1864 erschien anonym sein erster Gedichtband. 1869 übersiedelte er mit seiner Schwester nach Küsnacht am Zürichsee. 1875 heiratete er Luise Ziegler, die Tochter des Zürcher Stadtpräsidenten. Literarischen Erfolg hatte er zuerst 1872, als er mit 46 den Gedichtzyklus "Huttens letzte Tage" veröffentlichte. In der folgenden Zeit erschienen fast jährlich historische Novellen und Romane. 1887 befielen Meyer wieder schwere Depressionen. Sein letztes Werk "Angela Borgia" konnte er nur mit Mühe fertigstellen. Seine letzten Jahre verbrachte er in seinem Haus in Kilchberg, wo er am 28. November 1898 im Alter von 73 Jahren verstarb.

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Evoé Heinrich Leuthold Heinrich Leuthold (*5. August 1827 in Wetzikon – †1. Juli 1879 in Zürich) wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Trotz ungünstiger familiärer Vorraussetzungen studierte er nach dem Besuch der Mittelschule in Fribourg seit 1845 an den Universitäten Zürich, Bern und Basel Jura. Wegen schwindenden Interesses und Überforderung, sein Studium selbst finanzieren zu müssen, kam es zu keinem akademischen Abschluss. Mit grösserem Interesse hörte er in Basel philosophische Vorlesungen, deutsche Literatur und Geschichte. Mit Lina Trafford-Schulthess pflegte Leuthold eine jahrelange Liebesbeziehung (1849-1870) und unternahm mit ihr längere Reisen in die französische Schweiz, nach Savoyen und Italien. 1857 ging der Dichter nach München, wo er Mitglied des literarischen Vereins „Krokodile“ wurde. Seit 1860 war Leuthold als Redakteur bei der „Süddeutschen Zeitung“ tätig, 1864 wechselte er zur „Schwäbischen Zeitung“ in Stuttgart. 1866 kehrte er nach München zurück, wo er sich erneut mit Energie seinem literarischen Schaffen zuwandte. Wegen Paralyse wurde er 1877 in die Heilanstalt Burghölzli bei Zürich eingewiesen, wo er zwei Jahre später verstarb.

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Grüner Heinrich Gottfried Keller

Als Sohn eines Drechsler-Meisters kam der Zürcher Poet und Dichter Gottfried Keller am 19. Juli 1819 im Haus "Zum goldenen Winkel" in Zürich zur Welt und wuchs später gegenüber der "Oepfelchammer" am Rindermarkt auf. Der frühe Verlust seines Vaters prägte sein Leben entscheidend. Früh wandte er sich der Landschaftsmalerei zu, welcher er 1840 - 1842 in München Fundierung geben wollte. In dieser Zeit wuchs sein Interesse an der Politik seiner Heimat, an Poesie und Schriftstellerei. Für seine ersten Gedichte erhielt er von Zürich ein Stipendium für ein Studium in Heidelberg. 1850 bis 1855 war Keller in Berlin, wo die Werke "Der grüne Heinrich" und "Die Leute von Seldwyla" entstanden. 1861 übernahm Keller das wichtige Amt des Staatsschreibers des Kantons Zürich, das er nach 15 Jahren niederlegte, um sich danach ausschliesslich der Dichterei zu widmen. Keller schrieb ausschliesslich in deutscher Sprache und pflegte enge Freundschaften zum Schweizer Maler Böcklin, sowie Brahms und Storm. Er starb am 15. Juli 1890 in Zürich.

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Teut Otto von Bismarck Otto von Bismarck wurde am 1. April 1815 in Schönhausen/Elbe geboren. Die Schulzeit verbrachte er in Berlin. Nach dem Studium in Göttingen legte er 1835 in Berlin sein Referendar-Examen ab. Dann war er an Gerichten in Berlin und Aachen tätig. 1847 heiratete er und wurde Mitglied im Vereinigten Landtag. Die Erlebnisse der Märztage 1848 liessen ihn zum Gegner der Revolution werden. 1849 begann Bismarcks Karriere mit einer einjährigen Mitgliedschaft in der 2. Preussischen Kammer sowie im Erfurter Parlament. 1851 wurde er Legationsrat und Gesandter am Frankfurter Bundestag. Nach Auseinadersetzungen mit L. von Gerlach schickte man ihn 1859 als Gesandten nach St. Petersburg und 1862 in nach Paris. Im September 1862 wurde Preussischer Ministerpräsident. Mit der Gründung des Norddeutschen Bundes 1867 wurde Bismarck dessen Kanzler. Nach der Reichsgründung 1871 wurde er Reichskanzlers. Im Jahre 1873 wurden die sogenannten Maigesetze erlassen und 1879 die neuen Wirtschafts- und Sozialgesetze. Mit dem Tod Wilhelm I kamen für Bismarck schwere Zeiten, denn in persönlichen und Sachfragen lagen ihre Ansichten oft weit auseinander. 1890 erfolgte die Entlassung aus seinem Amt. Am 30. Juli 1898 verstarb er in Friedrichsruh.

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Pan Arnold Böcklin Als Sohn eines Kaufmannes und einer wohlhabenden Tochter aus alten Basler Geschlecht wird Arnold Böcklin am 16. Oktober 1827 in Basel geboren. Nach dem Gymnasiums geht Arnold Böcklin nach Düsseldorf an die Kunstakademie. Dort wird der Künstler Schüler von Johann Wilhelm Schirmer, der dem klassizistisch-dramatischen Stil der Landschaftsmalerei verpflichtet ist. Bevor Böcklin 1850 nach Italien reist, beendet er in Basel beim Alpenlandschaftsmaler Alexandre Calame sein Studium. In Italien lernt Arnold Böcklin Anselm Feuerbach kennen. 1853 heiratet Böcklin Angela Pascucci. Mit ihr hat er vier Kinder. Die ökonomische Lage der Familie ist unbefriedigend. Böcklin beschliesst, nach Deutschland zurückzukehren. Die wirtschaftliche Lage Böcklins verbessert sich erst, als er 1860 für zwei Jahre einen Lehrauftrag in der Kunstschule Weimar annimmt und seinen ersten grossen Auftrag am Basler Museums realisiert. Trotz einiger Erfolge und Ausstellungen leidet Arnold Böcklin unter der finanziellen Not. Am 14.05.1892 - er ist nach zwei Jahren von Zürich wieder nach Florenz zurückgekehrt - erleidet Arnold Böcklin einen Schlaganfall und stirbt am 16.01.1901 in St. Domenico .

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Mississippi Friedrich Dürrenmatt

Friedrich Dürrenmatt wurde am 5. Januar 1921 in Konolfingen bei Bern, als Sohn des protestantischen Pfarrers Reinhold Dürrenmatt und dessen Ehefrau geboren. Das Abitur machte er in Bern, wohin die Familie 1935 gezogen war. Er Literatur, Philosophie und Naturwissenschaften in Bern und Zürich (1941 - 1946). 1946 heiratete er die Schauspielerin Lotti Geissler. Sechs Jahre später zogen sie nach Neuchâtel. Unentschlossen, ob er lieber Maler oder Schriftsteller werden sollte, versuchte es Dürrenmatt mit Schreiben und finanzierte seinen Lebensunterhalt anfangs als Theaterkritiker und durch Auftragsarbeiten, zwischendurch auch als Zeichner und Grafiker. 1945 veröffentlichte er seine erste Erzählung ("Der Alte"), und 1947 wurde sein erstes Theaterstück uraufgeführt ("Es steht geschrieben"). Bekannt wurde Friedrich Dürrenmatt durch die Stücke "Der Besuch der alten Dame" (1956) und "Die Physiker" (1962). Nach dem Tod seiner Ehefrau 1983 heiratete Friedrich Dürrenmatt am 1984 die Journalistin, Schauspielerin und Filmemacherin Charlotte Kerr. Am 14. Dezember 1990 starb er in seinem Haus in Neuchâtel.

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Csárdásfürst Emmerich Kálmán Emmerich Kálmán wurde am 24.10.1882 in Siófok (Ungarn) geboren. Er studierte an der Universität Budapest Jura und Komposition an der Königlichen Musikakademie. Er komponiert die Musik zu der Komödie Ein Herbstmanöver, die 1908 mit grossem Erfolg in Wien aufgeführt wird. Es folgen insgesamt 265 Wiederholungen und Aufführung in englischer Sprache in London und New York. Die nächste Operetten ist Der Zigeunerprimas, der ebenfalls in Englisch am New Yorker Broadway herauskommt. 1915 folgte in Wien von "Die Csárdásfürstin", einem der ganz grossen Erfolge des Komponisten. Nach weniger erfolgreichen Operetten wie "Die Faschingsfee" und "Das Hollandweibchen" kommt mit "Gräfin Mariza" wieder ein Dauerbrenner auf die Wiener Operettenbühnen. Es folgte die "Die Zirkusprinzessinnen" etc. 1936 flieht der Komponist vor dem NS-Regime und emigriert in die USA. Nach Rückkehr 1946 aus den USA nach Europa komponiert Kálmán noch zwei Operetten, "Ronacher" und "Arizona Lady". Letztere erlebt posthum 1954 ihre Uraufführung. Am 30.10.1953 verstarb er in Paris.

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